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Da stand er... mitten im Schnee, nahe dem Feldberg im Pinken Kleidchen.

HOMY T

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Homy T, ein Belgisches Warmblut im besten Pferdealter. Irgendwas hat mich zu ihm gebracht und gesagt, nimm ihn hier weg und gib ihm eine Zukunft.

Ich wusste da noch nicht, dass Homy´s Zukunft in der Vergangenheit lag.....

Meine Pferde und ich….

Viele haben mich gefragt, warum ich mich entschieden habe, mein Pferd „Homy T“ herzugeben.

Nun. Ich „gebe Homy nicht einfach her…“. Ich habe noch nie ein Pferd „einfach hergegeben“. Ich habe mir auch bei Homy lange Zeit gelassen und über uns nachgedacht.

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Homy war ein wenig „Schicksal“. Nachdem Petrouska unverhofft an einem Herzschlag auf der Koppel auf die Ganz Große Weide gegangen ist, waren viele der Meinung, „Volker ohne Pferd geht gar nicht“. Es gab viele verschiedene Gründe für die, die diese Meinung hatten.

Homy war ein „Fund“ wie alle meine Pferde.

Nina war ein Erbstück, das verkauft werden sollte…. Sie war das Erbe, das mir mein Bruder hinterließ. Und sie durfte 13 Jahre bei mir sein.

Elana kam zu mir, verwahrlost und in einem Zustand, in dem man Pferde erlöst. Dank Andrea`s Hilfe konnten wir einer herrlichen Trakehner-Scheckstute lange Zeit ein gutes Zuhause geben. Ihren Lebensabend durfte sie in England bei Gemma verbringen. Sie wurde sehr geliebt und bleibt allzeit in Erinnerung von mir und Gemma und vielen anderen. Ich bin überzeugt, sie in allerbeste Hände gegeben zu haben – was ihr Alter und die Gesundheit mir bestätigten.

Domingo ist ein sehr wertvoller Kamerad geworden, nachdem ich festgestellt habe, dass er den richtigen Reiter und Betreuer braucht. Ein Pferd, das im Springen und in der Dressur bis Klasse M zuhause war…. Aber auch ein Pferd, das keine Fehler duldet. Es war im egal, ob Dressur, Springen oder Freizeit – es musste korrekt sein und klare Anweisungen für ihn geben. Reiter, die meinten, sie sind die Größten…. Legte er mit Ansage in den Dreck (dafür konnte ich ihm nie böse sein – denn er hatte Recht. Domingo hat eine treue und gute Seele als neue Besitzerin bekommen. Ein Edles Pferd, das seinem Vater Donnerhall alle Ehre machte, ist nun auf den Weiden des Heubergs zu hause und fühlt sich wohl. Auch diese Entscheidung bereue ich nicht! Und allen, die er in den Dreck gesetzt hat wünsche ich, dass sie mehr über Pferde und Reiten lernen.

Petrouska…. Ein Juwel unter Pferden! Sie war nicht nur ein Pferd – sie ist ein Teil von mir über ihren Tod hinaus. Ich lernte von ihr sehr sehr viel. Und sie lehrte vielen Kindern das Reiten. Und als sie dann in meinem Beisein mitten im Galopp auf der Koppel umfiel gingen mir in den darauffolgenden Tagen viele Gedanken durch den Kopf. Alle meine Pferde hatten oder brachten ein Schicksal. Es war, als wollte sie mir sagen: „Alter, mach langsam. Mach Pause.“ Heute verstehe ich sie.

Homy „Volker ohne Pferd geht gar nicht“…. Eigentlich wollte ich wirklich kein Pferd mehr für die nächste Zeit – vielleicht auch nie mehr. Aber als ich dieses Bild von dem Pferd sah, musste ich einfach zu ihm. Er war nicht verwahrlost, sah gesund aber etwas mager aus. Fragt mich nicht, warum ich Homy gekauft und von dort wegholen musste. Homy und ich haben fast ein halbes Jahr gebraucht um hinter seine Geheimnisse zu kommen. Ich habe viel recherchiert über dieses Pferd. Seine Odyssee war für dieses Pferd eine Qual. Homy lässt sich mittlerweile wieder überall anfassen. Er hat wieder Vertrauen zu manchen Menschen. Ist wieder reitbar und unsagbar dankbar. Dies ist auch mit ein Verdienst seiner Pflegerin und Reiterin Jasmina, die es versteht mit solchen Pferden umzugehen. Ich habe bereits vor einigen Wochen seine erste Besitzerin ausfindig gemacht. Und nach langem Überlegen bin ich überzeugt: Homy gehört nach Hause. Nach Belgien.

Volker ohne Pferd geht gar nicht….? Doch! Immer wieder muss ich an Petrouska denken: „Mach mal Pause Alter!“ Und mit der Überlegung für Homys weiteren verbleib bei mir musste ich feststellen, dass ich müde geworden bin. Nicht wegen der Pferde. Nein, es sind die Menschen der Pferde.

Stimmen der Pferde heißt ein bekannter Buchtitel. Ja, Stimmen der Pferde kann man hören. Man kann Pferde fühlen und man kann mit ihnen „flüstern“. Man hört sie ohne Worte, man spricht zu ihnen ohne Worte…. Und sie haben mehr Gefühle als Menschen, feinere Sinne.

Viele der Menschen, die ich kenne, lieben ihre Pferde. Ja, sie lieben sie wirklich. Als Ersatz für Kinder, als Ersatz für Partner. Als Pferd, dem man alle Liebe geben möchte….

Und viele sehen in ihnen leider nur ein Freizeitpartner, der zu funktionieren hat, wenn man zu ihm kommt. Als Sportgerät, das zu funktionieren hat wenn man auf Turnieren sein Ego beweisen will..

Sie haben Pferde, weil sie es sich leisten können und sie haben Pferde, weil sie sich eines leisten wollen obwohl es besser wäre sie hätten keines.

In den letzten Jahren habe ich eine Erfahrung gemacht, die mir sehr weh tut.

Der Umgang und das Wissen über Pferde hat sehr sehr stark nachgelassen. Es ist nicht damit getan, sich ein Pferd zu kaufen, eine Box zu mieten und mehr oder weniger guten Unterricht zu nehmen. Vielmehr sollte man wissen, auf was man seinen (zum Teil barocken!) Arsch setzt. Meine Meinung könnt ihr auch auf meiner Homepage (die ich mit dem Tod von Petrouska „eingefroren“ habe, nachlesen.

Volker ohne Pferd geht! Auch wenn ich für die nächste Zeit kein „eigenes“ Pferd habe, so haben mich alle meine Pferde etwas gelehrt. TIERE KÖNNEN NICHT FALSCH SEIN !!!

Alleine das ist ein Grund, dass mich irgendwann wieder ein Pferd finden wird, das mich braucht

Mai 2018 Volker Bopp

Homy ist glücklich zu Hause in Belgien, bei Gemma, die ihn vor vielen Jahren durch unglückliche Umstände verloren hat

.33207234_1928246617228325_3190569137902452736_n   ein Traumpferd

 

 

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