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Oft werde ich gefragt, ob ich (noch) eine Reitbeteiligung suche...

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Nun, ich habe Pferde und reite aus gesundheitlichen Gründen kaum noch selbst. Klar, dass ich da gerne auf “Reitbeteiligungen” zurückgreifen möchte. Obwohl meine Pferde eigentlich “nur” einem Zweck dienen: Meiner Gesundheit! Durch die Pferde habe ich eine Verantwortung übernommen, die mich ständig und täglich in Anspruch nimmt und mich veranlaßt, mich zu bewegen...

Verantwortung übernehmen. Genau das ist es, was ich von Reitern meiner Pferde verlange!

Als Besitzer von Pferden bin ich mir dessen bewußt. Und es heißt für mich, dass ich mich gewissenhaft um meine Pferde kümmern muss. Bei jedem Wetter - an jedem Tag. Sicher wäre es schön, sich ab- und zu zurückzuziehen und denken zu können: “Meine Pferde sind gut versorgt und ich kann heute mal etwas anderes tun oder einfach nur ausspannen....” Doch ganz ehrlich: Wer vertraut  seine Pferde gerne einem anderen an? Doch nur der, der sich absolut auf diesen Anderen verlassen kann.

In den letzten 15 Jahren war ich kaum 30 Tage nicht bei meinen Pferden, weil ich weit entfernten Verpflichtungen nachgehen musste. Und leider auch einmal 4 Wochen am Stück, als ich in Reha war (allerdings bin ich dann wenigstens am Wochenende die 700 Km “kurz” zu meinen Tieren gefahren..)

Was erwarten wir / ich von einer “Reitbeteiligung” ?

  • fairen Umgang mit dem Pferd
  • Zuverlässigkeit
  • Ehrlichkeit
  • die Bereitschaft, Verantwortung für das Tier zu übernehmen
  • das  (Grund-) Wissen über das anvertraute Pferd
  • Sauberkeit und Ordnung
  • die Bereitschaft, sich reiterlich weiterzuentwickeln
  • sich etwas von Erfahrenen sagen zu lassen.
  • die Zeit, die man für Pferde einfach braucht!

Was ich / wir nicht von Reitbeteiligungen erwarten?

 

  • Menschen die es cool finden, mit dem “Sportgerät” Pferd anzugeben!
  • Menschen, die nicht bereit sind, ihr Wissen über Pferde zu erweitern.
  • Menschen, die Anfangs Versprechen machen und nach kurzer Zeit diese vergessen.
  • Menschen, die ihre Zeit nicht einteilen können
  • Menschen, die den Wert des Pferdes nicht schätzen (nicht Materiell gemeint!)
  • Menschen, die nur kommen um zu reiten, denen aber das ganze drumherum zu viel ist
  • Menschen, die nur “Sommer” kennen und bei Minusgraden alle möglichen Ausreden haben
  • Menschen, die dir per Facebook oder SMS absagen oder kündigen...
  • ....

Oft haben wir es mit sehr jungen und begeisterten Menschen zu tun, die gerade eine Schule besuchen oder eine Ausbildung machen. Klar, dass die Ausbildung und die Schulpflicht Vorrang haben.

Meine erste Frage lautet meist: “Wie oft kannst den Reiten in der Woche?”  - “Eigentlich jeden Tag...”

Eigentlich ist eine Einschränkung. Und auf Nachfragen werden dann wegen Mittagsschule, Leichtathletik, Schwimmen usw. auf einmal aus “eigentlich jeden Tag” nur noch ein- oder zwei Tage, an denen man sich (vielleicht) auf sie verlassen kann!

Meistens liegen Reiterhöfe auch nicht direkt an der Bushaltestelle und somit sind viele Jugendliche auf den Fahrdienst ihrer Eltern angewiesen. Dies ist schon das nächste “Eigentlich”. Eigentlich wollte ich kommen, aber meine Mutter /mein Vater hatte keine Zeit zum Fahren. 

 

Nun, wie erkläre ich das meinem Pferd???

  • soll ich dem Pferd ein Handy in die Box legen, damit es jederzeit über SMS informiert werden kann?
  • eventuell das Pferd in Facebook anmelden, damit es Nachrichten seiner Reiter lesen kann?
  • hänge ich ihm einen Stundenplan der Schule in die Box, damit es informiert ist?
  • gebe ich ihm die Telefonnummer der RB, dass es sich mal aussprechen kann?
  • ???

oder gehe ich einfach zu meinem Pferd, nehme es an Halfter und Strick und gehe mit ihm Spazieren und erkläre ihm traurig, wie ich mich fühle. Und glaubt mir, Pferde spüren das!!!

Ich bin der Besitzer dieser Tiere. Ich habe die Verantwortung übernommen für sie! Es ist meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sie Artgerecht versorgt, bewegt und schonend geritten werden!

Deshalb ist es auch meine Aufgabe, Missstände aus dem Weg zu räumen! Wenn etwas nicht “funktioniert” muss man versuchen es zu reparieren. Oft gelingt dies durch ein klärendes Gespräch. Wenn aber ein “funktionsfähiger” Zustand nicht hergestellt werden kann, so ist es meine Pflicht dem Tier /Pferd gegenüber, diesen Zustand zu beenden.

 

Oft werde ich gefragt, ob ich (noch) eine Reitbeteiligung suche...

Ja! Schon.... Aber....

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